Aikido-Verein Hannover e.V.
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  • Sei wie der Bambus, beuge und biege dich anmutig und du wirst niemals brechen.
    Japanische Weisheit
  • Schließe deinen Gegner in dein Herz.
    Mohirei Ueshiba
  • Wenn eine Kampfkunst nur fürs Kämpfen gut ist, dann ist sie keine Kunst.
    Morihei Ueshiba
  • Um einen Gegner zu beherrschen, braucht es viel Kraft. Um seinen eigenen Geist zu beherrschen aber braucht es Stärke.
    Japanische Weisheit
  • Die wahre Kunst des Aikido besteht nicht allein darin, einen Angreifer wenn nötig zu bezwingen, sondern ihn so zu führen, dass er freiwillig seine feindliche Einstellung aufgibt.
    Morihei Ueshiba

3. Katanalehrgang

„Le bokken est plus dur que la tête"

Michel MartinDer französischen Aikido- und Schwertkampfmeister Michel Martin zeigte am 10. und 11. Mai 2014 zum dritten Mal beim Aikido-Verein Hannover, wie wahres Können mit dem japanischen Schwert (Katana) aussieht. Obwohl Aikido eine waffenlose Kampfkunst ist, liegen die Wurzeln auch im Umgang mit dem Katana. Der Einsatz des ganzen Körpers wird trainiert, die Rumpfmuskulatur optimal eingesetzt. Der zweitätige Lehrgang mit fast 50 Teilnehmern aus ganz Deutschland machte deutlich, wie gut Aikido international vernetzt ist und welche Möglichkeiten für ein erweitertes Training sich ergeben, wenn man über den Tellerrand schaut. Der Lehrgang war auch schönes Beispiel der deutsch-französischen Freundschaft.

Schwierigkeiten in der Übersetzung tauchten da auf, wo der Unterschied zwischen dem Französischen „simple" und „facil" im Deutschen nicht so einfach zu verstehen waren. „Alle Techniken, die wir im Aikido oder mit dem Bokken machen sind „simple", aber sie durchzuführen ist nicht „facil"".

Was bei einem 5. Grad Katana leicht und dynamisch aussieht, wird für den Durchschnitts Aikidoka zur großen Herausforderung. Mit dem Katana ergeben sich auch ganz andere Schrittstellungen, die im Aikido keineswegs als ideale Ausgangsposition zur Verteidigung angesehen werden, im Gebrauch des Bokken aber volle Bewegungsfähigkeit in alle Richtungen ermöglichen.

Michel und NorbertSehr wichtig war Martin, immer wieder deutlich zu machen, dass das Schwert durch den ganzen Körper bewegt wird, nicht nur durch die eher geringe Muskulatur des Armes. Die ermüdet auch schnell, der ganze Körper und das Zentrum hingegen bieten durch die Rumpfmuskulatur das volle Potential. Der ganze Körper unter Einsatz der Hüfte/des Zentrums zieht das Schwert und führt es zum Gegner.

Die meisten Aikido Techniken sind genauso mit dem Schwert durchzuführen. Martin geht sogar noch weiter: „Wenn ihr eine Technik nicht mit dem Schwert machen könnt, dann könnt ihr es ohne auch nicht!".

Michel und NorbertInteressant war auch die Aufgabe, eine Technik, die man normalerweise in 10 Sekunden macht, doch mal bitte in 2 Minuten zu machen. Dagegen ist Matrix slow motion ja gar nichts. Da diese Techniken bei sehr tiefem Stand durchgeführt wurden, machte sich das deutlich in den Oberschenkeln bemerkbar. Aber dass ein Lehrgang mit Michel Martin immer wenig bearbeitete Muskelgruppen anspricht, wussten die mehrmaligen Teilnehmer bereits. Der tiefe Stand ist Ausgangspunkt für alle Techniken, denn ohne Erdung geht es weder beim Bokken / Katana noch beim Aikido. Als schönes Beispiel nannte Martin die Astronauten, die in der Schwerelosigkeit ohne Erdung auch keine Schraube anziehen können.

LehrgangsteilnehmerDer zweite Tag brachte eine Kata, die vor allem Koordination und Harmonie trainieren sollte. Interessant war die Sicht, das Bokken ist dein Partner, der Gegner ist man selbst, über den gilt es hinauszuwachsen. Benutzt man das Katana, hat man durch die Saya gleich zwei Partner. Alternativ nimmt man sich einen andern Aikidoka, dann hat man auch zwei. Wie harmonisch und koordiniert es dann tatsächlich war, wurde deutlich, indem jeweils 2 Teilnehmer die Kata synchron in Armlänge voneinander entfernt durchführten. Alle beherzigten das Motto: „Das Bokken ist härter als der Kopf", so das es zu keinen Verletzungen kam.

Danke an alle Helfer des AVH, sowie Frauke Drewitz, die sich freundlicherweise als Dolmetscherin zur Verfügung gestellt hatte, um uns die verbalen Erläuterungen Michels verständlich zu machen. Der Lehrgang hat für alle Teilnehmer viele interessante Anregungen gebracht. Wir freuen uns aufs nächste Mal.

Hier gibt es weitere Bilder.


Dr. Joachim Moeser, Pressewart Aikido Verein Hannover

 

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